Fietsen-Freunde Neuenkirchen unterwegs im Ahrtal und am Rhein

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung war es für die 17 Teilnehmer der Tour am 14. Juni soweit. Um 7:45 Uhr starteten die Teilnehmer von Neuenkirchen aus zum Bahnhof nach Rheine. Von hier ging es mit dem Zug in Richtung Blankenheim (Eifel). Drei Tagesetappen durch das Ahrtal und am Rhein entlang lagen vor den reiselustigen Radfahrern.

Angekommen in Blankenheim-Wald verließen die Neuenkirchener den Zug und sattelten ihre Fahrräder mit großem Gepäck. Nach einer kurzen Fahrt wurde schon die erste Rast eingelegt. Im wunderschönen Ort Blankenheim befindet sich unterhalb eines kleinen Fachwerkhauses die Quelle der Ahr, die nach etwa 90 Kilometern bei Remagen in den Rhein mündet. Kleine Orte sowie das das größte, zusammenhängende Rotwein-Anbaugebiet Deutschlands, rund um Altenahr, Dernau und Bad Neuenahr/Ahrweiler, begleiten den kleinen Fluss.

Ahrquelle zu Beginn der Tour

Die Ahrquelle unter einem Fachwerkhaus in Blankenheim. | Foto: Stefan Heuermann

 

Bei einem Rundgang wurde der Ort rund um die Ahrquelle besichtigt. Nach einer Kaffeepause ging es gestärkt weiter an der jungen Ahr entlang mit einigen  kleineren Bergprüfungen zum ersten Übernachtungsquartier in Uedelhofen. Ein ausgiebiges Frühstück sorgte am Freitagmorgen für die richtige Grundlage des zweiten Tourtages, der mit ca. 65 Kilometer auf dem Plan stand.

Mitten durch die Weinanbaugebiete

Wie an einer Perlenschnur aufgereiht durchfuhren die Neuenkirchener die kleinen Orte an der oberen und mittleren Ahr. Kurz vor Altenahr beginnt das Weinbaugebiet der Ahr, es ist eines der nördlichsten Rotweinanbaugebiete Deutschlands. Schon die Römer in der Antike wussten die guten klimatischen Verhältnisse zu nutzen.

Der Hauptort des Ahrtals, Bad Neuenahr/Ahrweiler, wurde ebenfalls angesteuert; besonders sehenswert die kreisförmige Stadtmauer mit Wehrgang und den Festungstoren sowie der idyllische Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern. Die zahlreichen gemütlichen Restaurantplätze im Freien hatten es der Reisegruppe aus Neuenkirchen angetan.

 Gruppenfoto auf der Holzbrücke an der Ahrmündung in den Rhein. | Foto: Stefan Heuermann

 

Die letzten Kilometer des zweiten Reisetages wurden in Angriff genommen. Bei Sinzig erreichten die Tourenfahrer die Ahrmündung in den Rhein. Von diesem Punkt waren es nur noch wenige Meter bis zum Etappenabschluss.

Die Brücke von Remagen

Am Samstagmorgen wartete der Rhein auf die Frühaufsteher. Was für ein Anblick, dieser gewaltige Strom. Nach nur wenigen Metern das nächste Highlight „Die Brücke von Remagen.“ Unvergessen der Film zu diesem wichtigen Ereignis des Zweiten Weltkrieges. Weiter ging es in Richtung Remagen. Weithin sichtbar, oberhalb von Remagen, die Apollinariskirche. Dieser neugotische Bau aus dem 19. Jahrhundert beherbergt in ihrer Krypta Reliquien aus dem 13. Jahrhundert. Linksrheinisch fuhren die Teilnehmer in Richtung Norden, Bonn/Bad Godesberg mit dem Rolandsbogen war schon bald  in Sicht. Auf der anderen Rheinseite grüßten der Drachenfels und die Drachenburg oberhalb von Königswinter.

Die Rheinpromenade von Bad Godesberg nach Bonn, der ehemaligen Bundeshauptstadt,  ist schon ein Hingucker. Zahlreiche alte und gut erhaltene Villen sowie moderne Neubauten säumen den Weg entlang des Rheins. Unterhalb von Bonn entschied sich die Reisegruppe für eine längere Rast am Rheinufer.

Mit dem Rad über’s Wasser

Nördlich von Bonn fuhren die Teilnehmer mit ihren Fahrrädern über’s Wasser, natürlich mit der „Mondorfer Fähre“. Über Niederkassel und Porz ging es dann zur dritten Unterkunft, der Jugendherberge in Köln/Deutz.  Hier, kurz vor dem Etappenziel, dann die einzige Panne, ein Plattfuß, der schnell behoben werden konnte. Mit einigen Vorbehalten aus der Jugend, was die Qualität einer Jugendherberge angeht, staunten die Reisenden aus Neuenkirchen nicht schlecht, als sie feststellten, dass die gebuchte Jugendherberge im Vergleich mit einem modernen Hotel in nichts nach steht

Der letzte Abend endete dann in der Kölner Altstadt, bei einem gemütlichen Abendessen und einer Runde Kölsch wurde Bilanz gezogen. Eine tolle und abwechslungsreiche Tour bei wunderschönem Wetter. Der besondere Dank galt dem Organisator dieser Tour, Willi Stroetmann, der alles bis ins Detail ausgearbeitet hat. Bei der nächsten Tour werden bestimmt einige bekannte Gesichter wieder unter den Teilnehmern sein.

 

Für all diejenigen, die leider nicht an dieser Tour teilnehmen konnten, zeigen wir noch einmal den Tourenverlauf.

Die Strecke kann auch per download auf ein mobiles Navigationssystem heruntergeladen werden.